Wie bewerbe ich mich richtig? Das Vorstellungsgespräch – Teil 2

Wie bewerbe ich mich richtig? Das Vorstellungsgespräch – Teil 2

Philanthropen-Liebling Zac Urity steckt mitten in den Vorbereitungen auf sein Vorstellungsgespräch bei TÜV Rheinland. Und er fragt sich, ob er sich eigentlich auch auf Fragen vorbereiten kann. Ja, Zac, zwar nicht auf alle Fragen, aber grundsätzlich kannst du das.

 

Es ist immer gut, Antworten auf die Klassiker zu haben:

  • Was war Ihr größter Erfolg?
  • Was können Sie besonders gut?
  • Was sind Ihre Schwächen … ähm … wir meinen natürlich: Wo sehen Sie an sich Verbesserungspotential?
  • Wie schwer ist eine Boeing 747?
  • Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

 

Dabei gilt: Spontanität und Authentizität zählen mehr als auswendig gelernte Standard-Antworten. Angenommen, wir fragen Zac, wie seine beste Freundin ihn charakterisieren würde, und seine Antwort lautet „kundenorientiert“, würde das garantiert mehr Fragen aufwerfen als für Klarheit sorgen.

Die wichtigste Frage, die in jedem Interview gestellt wird, ist die nach deiner (Wechsel-)Motivation. Auch hier gilt Authentizität vor Standard – vorab gut nachdenken hilft, eine überzeugende, hilfreiche Antwort zu geben.

Klare Antworten auf formale Fragen, bitte

Auf die formalen Fragen solltest du ebenfalls gut vorbereitet sein. Nichts ist peinlicher als auf die Frage zur Kündigungsfrist mit „vier Wochen“ zu antworten, nur um die Aussage dann bei Vertragsübergabe kleinlaut auf „es sind doch drei Monate zum Quartal“ revidieren zu müssen.

Wenn es um die Frage nach deinem Wunschgehalt geht, antworte eindeutig und glasklar. Selbst gestandene Berater mit langjähriger Berufserfahrung geraten bei dieser Frage gelegentlich ins Straucheln. Warum eigentlich? Das ganze Gespräch ist schließlich ein Verkaufsgespräch: Der Bewerber verkauft sich, der Personaler verkauft das Unternehmen/die Stelle. Die Gehaltsverhandlung bildet dabei das Sahnehäubchen. Also Zac, lass es dir schmecken! Aber iss nur so viel, wie dein Magen verträgt.

Welche Fragen genau auf dich zukommen, hängt neben dem Interviewleitfaden sehr stark vom Unternehmen, vom jeweiligen Recruiter und von der einstellenden Führungskraft ab.

Darf Zac im Gespräch eigentlich auch Fragen stellen?

Natürlich darf er das. Und er sollte es auch. Einerseits möchte Zac schließlich wissen, an wen/was er sich da binden soll, andererseits spiegeln geschickt gestellte Fragen Interesse an der Stelle und am Unternehmen wider. Das macht einen guten Eindruck.

In einigen Ratgebern wird allerdings empfohlen, so viele Fragen zu stellen wie möglich, denn das mache erst recht einen sehr guten Eindruck. Davon halten wir nichts. Das wäre genau so, als wenn du bei Kopfschmerzen jede Tablette einnimmst, die du zuhause hast, damit du dich gut fühlst.

Unsere Empfehlung: Stelle jede Frage, die du stellen möchtest, aber nur, wenn dich die Antwort tatsächlich interessiert.

Kleider machen Leute

Vor dem Spiegel stellt Zac plötzlich fest, dass sein TÜV Rheinland Fan-Shirt auch schon bessere Zeiten gesehen hat und an seiner Jeanshose gestern noch nur an einem Knie ein Loch war. Der Kommunionsanzug in seinem Kleiderschrank scheint schon älter, denn solch ein Muster hat er schon lange nicht mehr in freier Wildbahn gesehen. Der Anzug von Zwei-Meter-Papa ZicZac fällt deutlich zu groß aus. Ob es der Personaler vielleicht nicht merkt?

Doch, er wird es merken.

Grundsätzlich gilt für uns: Es gibt kein „Overdressed“ im Bewerbungsgespräch. Ein gepflegtes Auftreten sollte selbstverständlich sein.

Weitere Tipps? Aber sicher:

Sei im Gespräch natürlich. Wir möchten dich kennenlernen und einen Eindruck davon erhalten, ob wir dich in unserer Organisation sehen. Gleiches gilt umgekehrt für dich, denn wir bewerben uns auch bei dir. Daher sind Schauspielereien seitens der Unternehmensvertreter und dir völlig fehl am Platze, denn das Böse erwachen wird kommen. Winter is coming …

Bleibe am Ball, bleibe motiviert. Zacs Zwillingsbruder Inzac hat 30 Bewerbungen geschrieben, fünf Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten (eines davon nicht wahrgenommen, weil ihm etwas Wichtiges dazwischen gekommen ist) und insgesamt 30 Absagen erhalten. Das ist tragisch, aber vor allem auch frustrierend. Dennoch ist es nicht das Ende der Welt.

Absolut jedes Gespräch bietet eine neue Chance, und die solltest du nicht verspielen mit einer Das-wird-sowieso-nix-Einstellung. Dein Gegenüber riecht diese Einstellung fünf Meilen gegen den Wind. Und damit kann ein Gespräch schnell zum Scheitern verurteilt sein. Daher bitte, bitte, bitte immer wieder aufs Neue selbst motivieren. Es ist schwierig, aber es ist NOTWENDIG.

 

Und zu guter Letzt unsere

FAQs zum Vorstellungsgespräch bei TÜV Rheinland:

 

Wie viele Vorstellungsgespräche macht ihr denn eigentlich so?

Das ist von Bereich zu Bereich unterschiedlich: mindestens ein persönliches Gespräch, oft zwei Gespräche – und wenn wir deine Nerven ganz besonders strapazieren wollen, hängen wir auch ein drittes Gespräch dran. Letzteres jedoch sehr selten. Am Ende des ersten Interviews wird dir das weitere Vorgehen erläutert.

Wie lang dauert die Rückmeldung?

Wir haben den Anspruch, euch innerhalb von zwei Wochen eine Rückmeldung zu geben. Diesem werden wir in 99,2 Prozent der Fälle auch gerecht.

Erstattet ihr die Reisekosten?

Ja, das tun wir in den meisten Fällen. Da dies aber unterschiedlich geregelt ist, bitte vorab informieren. Erste-Klasse-Fahrten, Charterflüge und Stretch-Limos können wir (zurzeit) leider nicht bieten.

Alles klar? Also toi toi toi!

Eure Philanthropen aus dem Competence Center Recruitment

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge uns