Lebenslauf und Zeugnisse – klassische Bestandteile einer Bewerbung. Auch dabei gibt es einige Dinge zu beachten, damit die Bewerbung ein richtiger Karriere-Kickstarter wird. Im letzten Blogbeitrag habe ich dir Tipps für dein Anschreiben gegeben, das kannst du hier gerne nochmal nachlesen. Nun erzähle ich dir, worauf ich als Recruiterin bei Lebenslauf und Zeugnissen achte.

Lebenslauf – das muss rein

Der Lebenslauf ist dein Aushängeschild. Dein Köder, den du für uns Recruiter auswirfst, der uns gar keine andere Möglichkeit lässt als dich einzuladen.
Was gehört also in deinen Lebenslauf?
Logischerweise deine beruflichen Stationen:

  • Von wann bis wann warst du wo?
  • Was hast du dort gemacht?

Ein und derselbe Jobtitel kann vollkommen unterschiedliche Aufgabenbereiche umfassen. Es empfiehlt sich deshalb immer, unter jeder Position ein paar kurze Stichpunkte zu deinen Aufgaben zu ergänzen. So haben wir die Möglichkeit, dich und deine Tätigkeit zu verstehen. In den Lebenslauf gehört auch die schulische Ausbildung.

Die optimale Gliederung für den Lebenslauf

Bei Berufseinsteigern sollte der Lebenslauf wie folgt gegliedert sein: die akademischen Errungenschaften chronologisch absteigend nach unten und dann etwaige Nebentätigkeiten. Bei Berufserfahrenen ist meist die Berufserfahrung relevant, deshalb sollte Sie im Lebenslauf oben stehen, der akademische Hintergrund kann im Anschluss folgen.

Richtig oder falsch gibt es in der Reihenfolge oder in der Chronologie nicht. Es hilft immer, sich vor Augen zu halten, was für die Recruiter*innen und den Fachbereich relevant ist. Ich als Recruiterin möchte als erstes wissen: Was machst du aktuell – und passt das zu meiner Position?

Dass du vor Jahren einmal die Grundschule besucht hast, davon gehe ich aus, und deshalb muss sie auch nicht im Lebenslauf stehen. Oft haben Bewerber vor langer Zeit eine Lehre gemacht, sind dann aber in einen vollkommen anderen Bereich gerutscht und üben jetzt einen anderen Beruf aus. Packe also das, was du aktuell machst am besten nach oben. Denn das ist besonders spannend für uns Personalreferent*innen.

Weiterbildung & Hobbys – die richtige Auswahl treffen

Im Lebenslauf muss es nicht immer nur um deinen beruflichen Werdegang gehen. Weiterbildungen zeigen, dass du engagiert bist, also führe diese gerne auf. Wenn du allerdings zehn Stück pro Jahr besuchst, solltest du abwägen, welche relevant für die Position sind. Halte dir vor Augen, dass ich als Recruiterin gerne möglichst schnell an die für meine Position relevanten Infos kommen möchte, also beschränke dich auf das, was zählt.
Wie sieht es mit persönlichen Angaben aus? Heutzutage sind sie keine Pflicht mehr, aber sie können natürlich auch von Vorteil für dich sein. Du bewirbst dich auf eine Position als KFZ-Prüfingenieur oder -ingenieurin und schraubst privat leidenschaftlich gern an Oldtimern? Dann erwähne es! Sowohl im Lebenslauf als auch im Anschreiben ist so eine Information Gold wert! Du übst ein Ehrenamt aus? Das spricht für dich, warum es also nicht erwähnen?
Wenn du dir nicht sicher bist, hole dir eine zweite Meinung ein. Das hilft oft, denn hin und wieder sehen die Leute, die dich gut kennen, die Dinge klarer als du selbst.

Der Anhang: Weniger ist mehr

Der letzte Teil der Bewerbung sind Zeugnisse und Zertifikate. Auch hier gilt, und ja, ich wiederhole mich: Wäge ab!

Wenn du ein Studium absolviert hast, benötigen wir kein Abiturzeugnis. Das setzen wir voraus, sonst hättest du das Studium ja nicht aufnehmen können. Du solltest zu jeder deiner früheren beruflichen Stationen ein Arbeitszeugnis vorlegen. Wenn dieses fehlt, wirft das beim Gegenüber Fragen auf.

Anders ist es bei der aktuellen Station. Als Recruiterin habe ich Verständnis, dass es vielleicht kein Arbeitszeugnis gibt, da du bei deinem aktuellen Arbeitgeber ja nicht die Pferde scheu machen willst.

Und wie sieht es mit Zertifikaten aus?
Weiterbildung ist toll und wenn du etwas vorzuweisen hast, willst du das natürlich zeigen. Aber auch hier solltest du abwägen: Was ist wirklich relevant für die Position?
Wenn ich eine Anlage öffne und mir 28 Seiten Zeugnisse und Zertifikate entgegenspringen, dann fühle ich mich überrannt. Beschränke dich am besten immer auf die Zertifikate, die für die Position interessant sein könnten. Wenn etwas fehlt, kann ich es immer noch anfordern.

Ich hoffe, es waren ein paar hilfreiche Tipps dabei – und ich freue mich auf die nächsten tollen Bewerbungen!

Autorin des Beitrags

Lisa Fleischmann

Lisa Fleischmann

Personalreferentin Recruiting

Lisa Fleischmanns Spezialgebiet als Personalreferentin Recruiting ist der Automotivsektor. Schon während ihres dualen Studiums im Autohaus hat die gebürtige Kölnerin Techniker und Ingenieure rekrutiert. Für TÜV Rheinland hält sie Ausschau nach Talenten im Bereich KFZ-Prüfung und Fahrerlaubnisprüfung. Neben ihrer Leidenschaft fürs Reisen ist sie eine echte Naturliebhaberin und geht gerne wandern oder verbringt Zeit im Garten mit ihrem Hund.

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