Transparenz im Bewerbungsprozess – Wie bewerbe ich mich richtig: „Innovativ oder 0815?“

Transparenz im Bewerbungsprozess – Wie bewerbe ich mich richtig: „Innovativ oder 0815?“

Messe besucht, passendes Profil entdeckt … dann kann’s ja losgehen!
Aber wo bewerbe ich mich denn nun?

Gute Frage. Hier ist die Antwort:

Unser Bewerber Zac Urity aus dem vorangegangenen Blog hat seine Wunschposition bei TÜV Rheinland gefunden und möchte sich nun endlich bei seinem Wunscharbeitgeber bewerben. Da Zac die Hotline bereits kennt und ihm das letzte Mal schnell weitergeholfen wurde, ruft er direkt nochmal an.

Sein Anliegen: Eine E-Mail-Adresse zu erfragen, an die er seine Unterlagen ohne großen Aufwand schicken kann.

Die Antwort: Zac soll seine Unterlagen bitte im Karriereportal hochladen, da für diese Stelle ausschließlich Bewerbungen über das System angenommen werden.

 

Dies ist in der Tat die Regel.

Nur in seltenen Ausnahmefällen ist eine Bewerbung per Post oder E-Mail möglich. Auf diese Ausnahmen weisen wir dann explizit in unseren Stellenausschreibung hin. Wenn du dich jetzt an unseren letzten Blogbeitrag erinnerst, wird dir in diesem Moment wieder bewusst werden, wie wichtig es ist, das Stellenprofil aufmerksam zu lesen.

 

Bewerben ist kein Kinderspiel

Frustriert legt Zac auf und geht nochmals auf die Seite www.tuv.com/jobs, er findet die Stelle und klickt auf den Button „Bewerben“. Daraufhin gelangt er auf die Seite des Karriereportals, auf der er sich zunächst registrieren muss. Anschließend beginnt eine Bewerber-Odyssee, die manche Kandidaten zur Verzweiflung treibt. Unser Jobportal sieht am Anfang kompliziert aus und wir geben zu: Auch wir hatten damals Probleme. Wir sind aber der Meinung: Gleiches Recht für alle. Daher musst auch du da durch! J

Vorab möchten wir dir empfehlen, unsere FAQs (oder auch das Kleingedruckte in manch anderem Portal) durchzulesen. Dort findest du z.B. heraus, dass für uns nur die Pflichtfelder relevant sind – alle weiteren Unterlagen kannst du hochladen. Mit diesem Wissen ist das Portal nur noch zweifünftel so nervig wie gedacht.

 

Wofür das Bewerberportal gut ist

Aber nun einmal die Erklärung, warum viele große Unternehmen auf die Unterstützung so genannter Bewerbermanagementsysteme zurückgreifen, obwohl jede Umfrage zeigt, dass der Kandidat von heute lieber eine E-Mail-Adresse vorzieht.

  1. Der Grund Nummer 1 – und dies unangefochten – ist der „Datenschutz“. Jeder Mensch legt heutzutage viel Wert darauf, dass seine Daten geschützt werden. Die meisten verkaufen diese zwar sehr günstig bei Aktionen wie „Haben Sie eine Payback-Karte?“, aber sobald es um Internet und Daten geht, schrillen alle Alarmglocken. Mit unserem System können wir gewährleisten, dass deine Daten bei uns sicher sind. Das wäre bei E-Mails bedeutend schwieriger.
  2. Liegen deine Unterlagen in unserem Portal, kannst du sie ständig bearbeiten. Dies kann sehr sinnvoll sein, wenn du dein Profil ergänzen möchtest oder deinen Lebenslauf verändern willst. Weiterhin kannst du ein Profil anlegen und dieses mehreren Vakanzen zuordnen. Gerade im Bereich der Konzernfunktionen Controlling, Marketing, allgemeine Verwaltung, etc. suchen unterschiedliche Recruiter zur gleichen Zeit ein ähnliches Profil, und da ist eine mehrfache Zuordnung sehr sinnvoll.
  3. Gehen die Bewerbungen über unser System ein, können wir garantieren, dass deine Bewerbung zu 110 % beim richtigen Ansprechpartner ankommt. Dies ist nicht gewährleistet, wenn du deine Bewerbung postalisch an die nächstgelegene Regionalverwaltung schickst. Weiterhin ist der Prozess der Bearbeitung viel schneller und du erhältst auf jeden Fall eine Antwort. Nun sagen einige Bewerber: „Ich habe definitiv keine Antwort erhalten.“ In den meisten Fällen sind unsere E-Mails dann im Spam-Ordner gelandet, die vom Bewerber angegebene E-Mail-Adresse ist nicht korrekt oder das Empfänger-Postfach ist voll. Wir müssen nämlich jeden Kandidaten bearbeiten, denn sonst könnten wir unsere Suchaufträge nicht schließen.
  4. Last but not least: Der Prozess wird dadurch beschleunigt und ist für alle Seiten (Bewerber, Fachbereich und Personalrecruitment) einfacher und übersichtlicher.

 

Nun ist die Frage „Wo“ geklärt, aber das „Wie“ steht noch im Raum.

Zac hat sich eingeloggt und soll nun seine vollständigen Bewerbungsunterlagen hochladen. Zac fragt sich: „Was bedeutet ‚vollständige Bewerbungsunterlagen’?“

 

Das ist ganz einfach:

Wir raten allen Bewerbern, sich mit den „Klassischen Drei“ zu bewerben. Diese bestehen aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und Zeugnissen.

Wir wissen, dass ein Anschreiben viel Zeit in Anspruch nimmt und Bewerber oftmals das Gefühl haben, dass dies nicht genügend gewürdigt wird. Dieser Eindruck entspricht nicht der Realität. Viele Kollegen legen viel Wert auf ein Anschreiben, und oft finden sich dort Informationen, die im Lebenslauf nicht erkennbar sind. Ein Anschreiben sollte keine Zusammenfassung des Lebenslaufes enthalten, sondern vor allem die Motivation für die Bewerbung (bzw. für den Wechsel) sowie Informationen zur Gehaltsvorstellung im neuen und zur Kündigungsfrist im aktuellen Job.

Insbesondere Initiativbewerbungen sollten ein ausführliches Anschreiben beinhalten, um eine interne Zuordnung zu ermöglichen. Wenn du dich initiativ bewerben möchtest, aber keine Lust auf ein Anschreiben hast, verzichte am besten ganz auf eine Bewerbung.

Der Lebenslauf ist besonders wichtig, denn wir bekommen einen schnellen Überblick über deine Erfahrung und beruflichen Stationen.

Füge alle relevanten Zeugnisse, die du hast, hinzu. Nachweise über deine Qualifikationen sind zwingend erforderlich.

 

Chronologisch logisch können wir dir hier bereits einige FAQs beantworten:

 

Warum soll ich eine Gehaltsvorstellung angeben?

Diese Information kann durchaus über eine direkte Absage entscheiden. Die meisten Kandidaten sagen zwar „Geld spielt nur eine Nebenrolle“. Dies widerspricht aber unseren Erfahrungen. Wichtig ist auch, auf welchem Gehaltsniveau wir uns bewegen: Ist deine Gehaltsvorstellung 90.000 € und unser Korridor endet bei 85.000 €, wird dies nicht zu einer Absage führen. Sprechen wir aber über eine Vorstellung von 38.000 € und der Korridor endet bei 28.000 €, könnte dies schon zu einer Absage führen.

Warum die Angabe der Kündigungsfrist?

Deine Kündigungsfrist zeigt uns, wie schnell du verfügbar sein kannst. Eine lange Kündigungsfrist ist nicht gleichbedeutend mit einem automatischen Ausschlusskriterium, da nicht jede Stelle ab sofort zu besetzen ist.

Sollte ich mein Profil im Portal sperren?

Dies solltest du nur sperren, wenn du wirklich nur an deinen ausgewählten Positionen interessiert bist.

Kann ich mich mehreren Positionen zuordnen oder hat das einen negativen Touch?

Nein, hat es nicht. Wie oben schon beschrieben, ist dies eines der großen Vorteile des Bewerbersystems. Du solltest aber darauf achten, dass die Stellen eine ähnliche Ausrichtung haben. Eine Zuordnung für eine Position im Marketing und eine zweite im Controlling ist sehr fragwürdig und führt definitiv zu Nachfragen bis Kopfschütteln.

Ich wurde aufgefordert, mein Profil anzupassen. Was soll das?

Um eine Bewerbung richtig bearbeiten zu können, benötigen wir natürlich einige Informationen. Finden wir diese nicht in deinem Profil, fordern wir bspw. weitere Zeugnisse an.

 

Wir hoffen, dass wir euch ein paar hilfreiche Einblicke in den Bewerbungsprozess bei TÜV Rheinland geben konnten, und tauchen bald mit neuen Tipps und Ideen wieder hier im Blog auf. Also bleibt dran!

Eure Philanthropen aus dem Competence Center Recruitment

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