Sachverständiger für Kfz: Wie geht das?

Sachverständiger für Kfz: Wie geht das?

Womit verdiene ich als Sachverständiger für Kraftfahrzeuge bei TÜV Rheinland eigentlich mein Geld? Hat sich mein Einsatz bis hierher gelohnt? Und kann man mit einem Ingenieurstudium nicht doch noch mehr anfangen? Diese Fragen höre ich regelmäßig von Familie, Freunden und sogar von Kunden.

Zunächst einmal: Mein Geld verdiene ich an einem Arbeitsplatz, der sehr stark von Individualität und persönlicher Verantwortung geprägt ist. Ich lebe diese Verantwortung – extern wie intern. Zu „extern“ zählen zum Bespiel Kundenwünsche, auf die ich individuell einzugehen versuche, ohne dabei den rechtlichen Rahmen zu verlassen. Konstruktive Vorschläge zur Lösungsfindung sind dabei essentiell.

 

Teamwork zählt

Intern geht es dann wiederum um die korrekte Dokumentation und Buchung von Aufträgen. Und um die vielen kleinen Aufgaben, die allgemein mit der Kundengewinnung, -werbung und -haltung zu tun haben. Das ist oftmals aufgrund fehlender, aber notwendiger Werkzeuge ein ziemlicher Spagat, den man als Mitarbeiter leistet.

Doch jeder Arbeitsplatz bietet immer schönere und weniger schöne Seiten – ganz abhängig davon, welcher Typ man ist. Ich jedenfalls gehe aktuell gerne arbeiten und glaube, dass ich viele Dinge mit Abstand betrachten kann, die andere vielleicht in Aufruhr versetzen würden.

Das liegt vor allem daran, dass meine Kollegen und ich als Team auftreten, dass mein Vorgesetzter bei TÜV Rheinland hinter mir steht, auch wenn eine Situation mal angespannt ist. Und auch weil er meine Motivation erkennt und mich fördert.

 

Die Aufgaben eines Sachverständigen: mehr als gedacht

Nun zur Frage, was ich eigentlich mache: Wer an TÜV denkt, der denkt wohl zunächst an die amtliche Hauptuntersuchung oder an Führerscheinprüfungen. Als Sachverständiger bei TÜV Rheinland prüfe ich Fahrzeuge auf Verkehrssicherheit, begutachte technische Änderungen auf ihre Funktionalität und Zulässigkeit hin und führe Fahrerlaubnisprüfungen durch.

Mein Hauptaugenmerk liegt bei allen Tätigkeiten auf meinen Kunden. Sei es die Besitzerin eines Fahrzeugs selbst oder die Werkstatt, die im Auftrag der Kundin ein Fahrzeug vorstellt, oder etwa der Prüfling, der seine Fahrerlaubnis erwerben möchte. Es geht mir immer darum, individuell auf jeden Kunden mit seinen individuellen Belangen einzugehen, dabei aber – sofern erforderlich – sachlich und bestimmt auf das fachliche Ergebnis hinzuwirken.

Das kann eine schwierige Aufgabe sein, aber auch ein angenehmes Zusammenarbeiten – letzteres vor allem dann, wenn ich eine konstruktive Lösung anbieten kann und mein Kunde sie annimmt.

 

Mein Werdegang als Sachverständiger

Wie wird man zum Sachverständigen? Nun, das kommt drauf an. Um Sachverständiger werden zu können, muss man allgemein gesagt die Kriterien erfüllen, die im „Kraftfahrsachverständigengesetz“ beschrieben sind. In meinem konkreten Fall gehört dazu ein abgeschlossenes Studium im Ingenieurwesen und nach 18-monatiger Berufserfahrung eine Prüfung zum amtlich anerkannten Sachverständigen. Mit bestandener Prüfung habe ich vom Land Rheinland-Pfalz meine Anerkennung erhalten. Von Vorteil war dabei definitiv meine vorherige Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Und um den Kreis zu schließen: Kann man mehr mit dem Ingenieurstudium anfangen als Sachverständiger zu sein? Ja, sicher könnte man das.

Aber wenn ich mich mit meinen ehemaligen Kommilitonen unterhalte, komme ich immer wieder zu demselben Ergebnis: Ich bin mit meinen Aufgaben zufrieden. Denn ich verkaufe die Dienstleistung „Sicherheit“, und dahinter kann ich guten Gewissens stehen.

Allerdings stehen auch meine ehemaligen Kommilitonen, die in anderen Unternehmen arbeiten, hinter ihren Aufgaben und Produkten. Das bedeutet wohl, dass Zufriedenheit im Beruf und im Leben ein Stück weit von einem selbst ausgehen muss.

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