Profisport heißt den inneren Schweinehund besiegen

Profisport heißt den inneren Schweinehund besiegen

Keine Frage, auch bei mir meldet sich oft der innere Schweinehund, das bleibt nicht aus. Wenn zum Beispiel samstags früh der Wecker klingelt und ich keinen Bock auf Training habe. Wenn ich im Büro beim TÜV saß und ein Projekt gerade richtig viel Spaß machte, ich aber trotzdem trainieren musste. Oder wenn die Sonne scheint. Oder wenn es zu heiß oder zu kalt ist. Es gibt tausend Gründe, nicht zum Training zu gehen. Aber wie mein Trainer immer so schön sagt: Alles, was ich jetzt auf mein Konto einzahle, kann ich mir später auszahlen lassen. Das ist mein Motivationssatz. Meine Muskeln wachsen mit jeder Trainingseinheit und werden immer stärker. Beim Wettkampf kann ich dann genau das abrufen.

Kurz mal Lampenfieber

Und der Wettkampf ist etwas ganz besonderes: Die Momente vor einem wichtigen Sprung sind einzigartig. Zwischen dem letzten Einspringen und dem ersten Sprung im Wettkampf habe ich jedes Mal wieder Lampenfieber. Der Körper kommt in einen ganz neuen Modus, die Motivation und Körperenergie sind viel größer als beim Training. Diese Phase höchster Anspannung dauert etwa 10 Minuten. Naja, wenn ich als erster springe. Wenn ich als letzter dran bin, dann kann sich das schon mal 45 Minuten hinziehen. Ich springe ehrlich gesagt lieber als erster.

Lohn für die Mühen: der Sprung!

Dann kommen die 20 Schritte bis zum Absprung, das sind etwa 50 Meter Anlauf. Schon bei den letzten drei Schritten vor dem Absprung merke ich meistens, ob das jetzt ein guter Sprung wird oder nicht. Aber das wirklich Spannende und das, was mir am meisten Spaß macht, ist der Sprung selber. Das Gefühl beim Springen lässt sich kaum beschreiben. Man fühlt sich glücklich und zufrieden – vor allem, wenn man merkt, dass es so läuft, wie man es sich vorgenommen hat. Das ist dann die Belohnung für die Qualen.

 

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