Im Jahr 2019 haben wir bei TÜV Rheinland im Unternehmensbereich Mobilität eine Unternehmensumstrukturierung durchgeführt. Dies hatte viele Veränderungen für bestehende Prozesse, Personal und auch Kund*innen zur Folge.

Neue Personalstruktur nach der Umstrukturierung

Entstanden ist eine Zwischenstufe in der Führungshierarchie – die Gebietsleitung. Ziel war es, dass eine Führungskraft ein Team von ca. 15 bis 20 Personen führt, um Entscheidungen effizienter treffen zu können. Bisher waren einer Führungskraft 150 oder mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstellt. Das ist rückblickend auf das Jahr 2019 auch erfolgreich passiert, zumindest kann ich hier für mein Gebiet Worms sprechen. Die neu zu besetzenden Gebietsleiter-Stellen wurden mit Leuten aus der bestehenden Belegschaft besetzt. So wurde mein bisheriger Prüfstellenleiter nach einem ausgiebigen Bewerbungsprozess als Gebietsleiter eingestellt und ich habe seine Position als Prüfstellenleiter übernommen. Die Stelle als Prüfstellenleiter besetze ich nun seit einem Jahr.

Zudem wurde ein Teil des Teams als Fachberater*innen etabliert. Hier möchte ich meine Begeisterung über diese Kolleg*innen zum Ausdruck bringen. Die Zusammenarbeit ist vorbildlich. Etwaige Fragen können in der Regel sofort telefonisch geklärt werden, und auch bei kniffligen Themen sind die Reaktionszeiten sehr kurz. Im Endeffekt erhalten die Kundinnen und Kunden zeitnah eine Antwort bei entsprechenden Begutachtungen, sodass am Tagesende alle am Begutachtungsprozess teilhabenden Personen zufrieden sein können.

Personalschwierigkeiten in der Corona-Krise

Eine Unternehmensumstrukturierung in den Alltag zu integrieren, verläuft natürlich nicht in allen Belangen ganz reibungslos. Durch unsere neue Personalstruktur hatten wir erstmal einen spürbaren Personalengpass an der Basis. Das hat zur Folge, dass ich als Prüfstellenleiter viel im Gebiet als mobiler Prüfer aushelfe und nicht dauerhaft an der Prüfstelle anwesend sein kann. Bevor neue Fachkräfte rekrutiert sind, geben meine Kolleginnen und Kollegen alles, um auch in kleinen Teams das Alltagsgeschäft zu meistern.
All das macht man gerne für einen guten Arbeitgeber, wenn die Zeiten mal schwierig sind. Und bevor wir unsere Umstrukturierung erfolgreich zu Ende bringen und uns auf die Suche nach Talenten für unser Team machen konnten – kam die Corona-Krise.

Durch die Corona-Krise ist für uns alle, die gesamte Welt, eine schwere Zeit angebrochen. Wir haben immer den Anspruch, den Kund*innen bindende Zusagen zu machen. Doch niemand weiß, wie sich die Pandemie entwickelt, welche neue Sicherheitsvorschriften von der Regierung noch erlassen werden müssen und wie sich diese auf unseren Arbeitsalltag auswirken. Dadurch entstehen Unwägbarkeiten und das frustriert. Ich muss gerade extrem flexibel sein, da ich in allen möglichen Aufgabengebieten gefordert bin. Das Feuer scheint überall gleichzeitig zu brennen.

Prüfstelle während Corona

Gemeinsam Positives bewirken

Ich bin froh, Teil eines Teams zu sein, dass sich in solch schwierigen Zeiten gegenseitig den Rücken stärkt und auch bei Krisen zusammenhält. Wir geben unser Bestes, um diese herausfordernde Situation auch mit etwas weniger Manpower zu meistern. Wir halten den Betrieb „irgendwie“ am Laufen, aber so ein Ausnahmezustand kann und soll nicht die Norm sein.

Ein starker Arbeitgeber

In der aktuell schwierigen Situation kommen natürlich alltägliche Themen, wie Krankheiten, Überstundenabbau und Urlaub noch obendrauf. Wir hoffen, trotz dieser Umstände unseren Kunden auch weiterhin die gewohnte Servicequalität liefern zu können.

Ich fühle mich meinem Unternehmen sehr verbunden, in dem ich frei meine Gedanken äußern kann, um positive Veränderungen zu bewirken. Für bessere Arbeitsergebnisse und eine höhere Zufriedenheit der Kund*innen brauche ich daher motivierte Menschen, die Lust haben sich einzubringen und gemeinsam im Team Ideen für die optimale Dienstleistung zu erarbeiten. Denn ohne Personal kann jede noch so gute Idee nicht etabliert werden.

Ein Unternehmen steht und fällt nicht nur mit seinen Mitarbeitenden, sondern auch mit seinen Führungskräften. Gemäß dem Sprichwort, dass „der Fisch am Kopf anfängt zu stinken“, bin ich glücklich über meine derzeitigen (geruchsneutralen) Vorgesetzten – vom Gebietsleiter über den Regionalbereichsleiter bis hin zum Local Field Manager. All diese Personen sind jederzeit bemüht, eine Verbesserung anzustreben, Personal einzustellen und den Druck im Rahmen ihrer Möglichkeiten nur gefiltert an das Personal an der Basis weiterzuleiten.

In Zeiten der Corona-Krise bin ich sehr froh, einen zukunftssicheren Arbeitsplatz zu haben, nur bedingt von Kurzarbeit betroffen zu sein und ein Team an meiner Seite zu haben, das familiär ist, sodass man sich auch unter Druck und Stress ein Stück weit zu Hause und aufgehoben fühlt.
Was mir positiv an der Krise auffällt ist, dass das Wasser, von dem immer gepredigt wird, inzwischen auch ziemlich viel getrunken wird. Ein Beispiel dafür ist Skype. Wieso sollte ich mich für Meetings immer an einem Ort treffen, für die Fahrt Zeit verschwenden, die Umwelt belasten und Geld zum Fenster rauswerfen, wenn ich doch genauso gut per Skype ein Gespräch führen kann. Das Umdenken in sämtlichen Unternehmen gefällt mir sehr, da die Onlinemeetings nennenswerten Einfluss auf die Ausgaben in den Geschäftsbereichen haben – und auch auf die CO2-Bilanz, die wir letzten Endes senken möchten.

Bleibt gesund und achtet gut auf euch und eure Mitmenschen. Zusammen werden wir die Krise meistern.

Autor des Beitrags

Mario Antony

Mario Antony

Amtlich anerkannter Sachverständigen mit Teilbefugnissen für den Kraftfahrzeugverkehr

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