Mein Praktikum als Ingenieurin für Bahntechnik in Singapur - TÜV Rheinland

Mein Praktikum als Ingenieurin für Bahntechnik in Singapur

Mein Praktikum als Ingenieurin für Bahntechnik in Singapur

Auf Initiative meiner Universität hatte ich die Möglichkeit, ein Praktikum bei TÜV Rheinland Singapore Ltd. zu absolvieren. Im Gegensatz zu anderen Schulen fordert meine Schule eine Praktikumsdauer von 12 Monaten. Nein, das ist kein Tippfehler. Mein Praktikum dauert ein Jahr. Es ist, als würde man sich in eine Beziehung mit Deadline begeben. Zuerst lernst du die Person kennen und die Gefühle beginnen sich Tag für Tag einzuschleichen. Wenn du genug Mut aufbringst dich zu engagieren, erkennst du, dass deine Tage gezählt sind. Wenn man herunterzählt, kann man nicht anders, als zu spüren, wie bittersüße Emotionen durch den Körper fahren. Deshalb liegt mir dieses Praktikum sehr am Herzen.

Okay, um nicht weiter abzuschweifen: Ich bin derzeit Studentin mit dem Hauptfach Bahntechnik, demnach im TUVR-SG und ich bin als Assistenz-RAMS-Ingenieur im Bereich Mobility Railway tätig.

Also, was sind meine (Loko-)Motive?

Um ganz ehrlich zu sein – aus einem Nischenbereich kommend mit nur zwei Jahren akademischer Ausbildung, wollte ich mich nicht auf ein bestimmtes Praktikum festlegen, von dem ich wenig Ahnung hatte. Wenn ich mich zu einer Position in einem expliziten System (z.B. Signalisierung) verpflichten würde, nur um zu erkennen, dass ich kein Interesse daran habe, werde ich nach meinem Abschluss in ein weiteres Dilemma auf meinem Karriereweg versinken.

Gerade als die Depression an die Tür klopfte und ich in eine existenzielle Krise geriet, stieß ich auf den Praktikumsplatz bei TUVR-SG. Als Beratungsorgan ist die Spezialität der Abteilung TÜVR-SG Rail die Systemsicherheit. Diese wird durch die Koordination mehrerer Disziplinen gewährleistet und liefert somit Produkte, denen man vertrauen kann. Dies hat meine Bedenken aus dem Weg geräumt, da es mir ermöglicht, in den jeweiligen Projektphasen viele Produkte verschiedener Auftragnehmer kennenzulernen. Darüber hinaus erhielt ich so einen Einblick in die verschiedenen Systeme für jeden Betreiber und die Interaktion mit dem gesetzlichen Vorstand. So erhalte ich einen umfassenden Einblick und kann eine bessere Richtung einschlagen, bevor ich in die Branche einsteige.

Das „Genie“ in InGENIEur

…aggressives Tippen auf Tastaturen aus jeder Ecke des Büros…. *steifes Lächeln* Lasst mich nicht lügen – es hat mich zunächst gestresst, jeden Tag zu sehen wie alle vollkommen produktiv sind. Aber dieses Umfeld hilft mir nun produktiv und effizient zu sein, wenn es um dringende Angelegenheiten geht. *Husten* wie dieser Blogbeitrag *Husten*.

Aber es gibt viele Lernmöglichkeiten! Da die Eisenbahnindustrie natürlich blüht, hat unsere Abteilung viele laufende Projekte, an denen ich Gelegenheit hatte, teilzunehmen. Als Projektmitarbeiter gilt es auch, über relevantes Wissen zu verfügen, und das geht nicht auf Knopfdruck. Daher verbrachte ich ein wenig Zeit damit, Stapel voller Design-Dokumente und mehrere Richtlinien zu lesen. (*flüstern* Exklusives Material, das man nicht aus dem bloßen Eintippen einiger Keywords in der Suchleiste von Google extrahieren kann!)

Und es gibt viele Veranstaltungen! Um nur einige zu nennen: Damit sich alle in der Firma treffen können, haben wir das jährliche Abendessen und Mittagessen, um Feierlichkeiten wie den chinesischen Neujahrstag und Weihnachten zu feiern. Bei solchen Gelegenheiten konnte ich mich mit Kollegen aus verschiedenen Abteilungen austauschen, anstatt nur auf den Boden zu starren, um unangenehme Blickkontakte auf dem Weg zur Toilette zu vermeiden.

Direktverbindung zum Herzen deiner Kollegen

Apropos Kollegen, der einfachste Weg, sich mit ihnen anzufreunden, ist mit ihnen in die Mittagspause zu gehen! Genau wie der alte Satz „Gemeinsam das Brot brechen“ aus der Bibel. Mahlzeiten sind der Schlüssel, um soziale Interaktionen zu fördern und Beziehungen zu pflegen. Obwohl gutes Essen nicht auf magische Weise einen qualitativen Austausch bewirken kann. Aber zumindest war das Essen lecker, oder? Im Ernst, Essen ist definitiv ein eindrucksvolles Mittel, um sich an einem langen Arbeitstag zu belohnen. Wir legen unsere Laptops beiseite, machen uns locker und plaudern über Dinge, die über die Arbeit hinausgehen.

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Bild mit niedriger Auflösung, aber hoher Qualität!

Eines unserer vielen Gesprächsthemen ist der Wunsch, der nächste Gewinner der Lotterie zu sein! Dieses Foto wurde aufgenommen kurz bevor unser Boss Brian mit seinen RM8-Gewinnen aus der Lotterie prahlte!

Mein Herz klopft: Bedok, Bedok, Bedok

Obwohl ich in den letzten neun Monaten täglich pendeln musste, freue ich mich immer noch auf die Arbeit und möchte meine Kollegen über die günstigen Angebote informieren, die ich auf zufälligen E-Commerce-Seiten gefunden habe. Als die jüngsten Mitglieder des Unternehmens, schaute jeder auf uns und sorgte dafür, dass wir unsere Mahlzeiten einnahmen. Solche kleinen Gesten erwärmen mein Herz bis heute.

Abgesehen von trivialen Dingen war dieses Praktikum für mich definitiv das Leitmotiv, um die Bahnindustrie zu verstehen. Die ganze Lernreise war wie…. eine Verkostung. Ich habe einen Vorgeschmack auf die verschiedenen Disziplinen innerhalb der Bahntechnik bekommen. Durch die Arbeitsanforderungen hat es meine kognitiven und nicht-kognitiven Fähigkeiten geschärft und mich auf meine Stärken und Schwächen aufmerksam gemacht. So bereite ich mich auf die Arbeitswelt vor, damit ich eine vernünftige Entscheidung über meine Position im Job treffen kann.

Nächster Halt: Zurück zur Schule

Das Ende des Praktikumskapitels signalisiert auch den Beginn des nächsten. Ich werde zur Schule zurückkehren, um die restlichen Module vor meinem offiziellen Abschluss zu absolvieren. Ich weiß, dass ich die Atmosphäre und die Kollegen sehr vermissen werde. Dennoch bin ich ewig dankbar für die guten Erinnerungen und das gewonnene Wissen. Dieses Praktikum hat mir nicht nur die Möglichkeit gegeben, in die Eisenbahnindustrie einzutauchen, sondern mich auch als Person wachsen lassen. Auf das ständige Lernen und Wachsen! *Champagnergläser klinken * Endstation: Das war’s von mir. Bis zum nächsten Mal!

Praktikum Bahntechnik

1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Ling,

    ihr Blog hat mich inspiriert etwas zu Ihren Praktikumserfahrungen und Anmerkungen zu schreiben. Ich bin seit 38 Berufsjahren in einem Spezialgebiet der Bahntechnik in unterschiedlichen Unternehmen tätig gewesen und seit 5 1/2 Jahren beim TÜV Rheinland tätig. Es gibt schlichtweg hier in Mitteleuropa nicht den „Bahntechnik“-Ingenieur weil ein Bahnsystem, egal ob es sich um ein Nahverkehrssytem oder ein Vollbahnsystem handelt, viel zu komplex und aus sehr unterschiedlichen Teilsystemen, die auch noch mit sehr vielen Schnittstellen miteinander verzahnt sind, besteht. Das spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Studienrichtungen innerhalb der Bahntechnik an den Universitäten wieder. Hier sind nur als Beispiel die Fahrzeugtechnik und die Infrastruktur mit der Signaltechnik, der Fahrbahn, den Ingenieurbauwerken, der Bahnstromversorgung, den TK-Ausrüstungen, den Zugleit- und Sicherungssystems usw. genannt. Egal ob Sie sich in der Prüfung/Bewertung oder Beratung bewegen, brauchen Sie neben dem Bahnsystemwissen ein tiefes Verständnis und Detailwissen in einem der o.g. Teilsysteme, um zu einer guten Spezialistin zu werden. Dazu ist eine gehörige Portion Fleiß, Ausdauer, Willen, ein Mentor und eine gewisse fachliche Tiefe erforderlich. So cool, locker und salopp wie Ihr Block Ihre Sichtweise darstellt ist es nicht und wird es nie werden. Damit ist und wird klar, dass man nicht mal so nebenbei sich mit Bahntechnik beschäftigt sofort ein Experte im gesamten Bahn- uns seinen Teilsystemen wird. Der TÜV Rheinland ist immer noch eine weltweit tätige, professionelle Prüf- und Sachverständigenorganisation mit Mitarbeitern, die mit einem profunden/professionellen Wissen und Erfahrungen ausgestattet sind, die für Ihre Tätigkeit zwingend benötigt wird und sowohl Vertrauen beim Kunden schafft und eine gewisse Augenhöhe erkennen lässt. Auf solch einer Grundlage lassen sich dann sehr gute und vertrauensvolle Dienstleistungen und erfolgreiche Geschäfte mit Kunden anbahnen und abwickeln, mit denen das Unternehmen TÜV Rheinland Geld verdient.

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“ TÜV Rheinland ist für mich der Einklang zwischen Theorie und Praxis. ”
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