722 Millionen Nutzer verzeichnet LinkedIn weltweit. Davon 15 Millionen in der sogenannten DACH-Region – Tendenz steigend. Warum ist LinkedIn so beliebt?

LinkedIn-Profil optimieren – es lohnt sich

Ganz einfach, weil LinkedIn die Social-Network-Plattform ist, wenn du Geschäftsbeziehungen aufbauen möchtest. Bist du bei LinkedIn angemeldet, eröffnen sich dir viele Möglichkeiten: Aufbau eines eigenen Netzwerkes, Vorstellung deiner Expertise und Etablierung der eigenen Personenmarke. Wie du deine Personal Brand entwickelst, kannst du in meinem Blogartikel nachlesen – hier klicken.

LinkedIn übernimmt seit einiger Zeit erfolgreiche Funktionen von anderen sozialen Netzwerken. So können beispielsweise Personen in Bildern „markiert“ werden, eine Funktion, die wir aus Facebook kennen. Oder es können sogenannte „Stories“ in der LinkedIn-App hochgeladen werden, die 24 Stunden zu sehen sind. Auch dieses Feature kennen wir von Instagram oder Snapchat, welches hilft, Neuigkeiten mit dem Netzwerk zu teilen.

Bevor du bei LinkedIn durchstarten kannst, musst du ein Profil anlegen. Was du für ein optimales Profil beachten solltest und warum es Sinn ergibt, bestimmte Abschnitte mit Inhalt zu füllen, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

1. Profilbild

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – das gilt auch für dein Profilbild. Hier solltest du ein wenig Geld und Zeit investieren, um einen professionelle*n Fotograf*in zu beauftragen. Der erste Eindruck zählt! Das Outfit sollte zum beruflichen Umfeld passen. Also bitte keine Freizeit-Aufnahmen hochladen. Es ist auch vorteilhaft, wenn du auf dem Foto einen entspannten und gepflegten Eindruck machst. Plane deinen Fototermin so ein, dass du nicht gestresst und übermüdet ankommst. Und ein Lächeln öffnet viele Türen, sei also freundlich und zeig dich von deiner besten Seite.

2. Hintergrundbild

Neben dem Porträtfoto besteht die Möglichkeit, ein Hintergrundbild hochzuladen. Diese Funktion ist schon im Basis-Account verfügbar. Das Bild kannst du selbst gestalten. Dazu benötigst du allerdings ein Bildbearbeitungsprogramm. Hast du das nicht, kannst du auch Graphikdesign-Plattformen nutzen. Eine umfangreiche Plattform ist beispielsweise Canva.com. Dort findest du zahlreiche Vorlagen, die speziell für Social Media Formate angelegt sind – es gibt sogar „vorgestaltete“ Hintergrundbilder für LinkedIn. Oder designe einfach selbst, da sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt! Die Abmessungen betragen 1.584 x 396 Pixel und als Format habe ich mit .jpg oder .png gute Erfahrungen gemacht.

3. Audio-Funktion

Dass du deinen Namen angeben solltest, muss ich hier nicht weiter erklären 😉 Worauf ich allerdings aufmerksam machen möchte, ist die Audiofunktion. Diese kannst du ausschließlich über die App nutzen. Dieses Feature ermöglicht es, deinen Namen einzusprechen und möglicherweise ein paar weitere Beschreibungen zu deiner Funktion. Du hast zehn Sekunden Zeit. Viele Berater*innen und Agenturen nutzen dieses Zeitfenster, um die Vorteile ihrer Dienstleistung kurz und knapp zu präsentieren. Der Vorteil für deine Profilbesucher*innen: Sie wissen dann genau, wie dein Name ausgesprochen wird. Das ist ja nicht immer selbsterklärend, wenn man nicht gerade Meier, Müller oder Schmitz heißt.

Linkedin Audiofunktion

4. Profil-Slogan und URL

 LinkedIn gibt dir die Möglichkeit, unter deinem Namen einen sogenannten „Slogan“ einzusetzen. Diese Stelle wird von den Bots gescannt und die Begriffe für mögliche Suchanfragen gefiltert. Hier bietet es sich also an, Wörter zu hinterlegen, unter denen Recruiter*innen dich finden sollen. Zusätzlich kannst du deine Begriffe mit Emojis „anreichern“. Dein Foto, dein Name und dein Profilslogan werden auch immer in der Kurzansicht angezeigt, wenn du Beiträge teilst oder Kommentare schreibst. Daher ist der Profilslogan ein wichtiger Rahmen, um auf deine Expertise aufmerksam zu machen. Du hast 120 Zeichen zur Verfügung! Wenn du dein Profil mehrsprachig anlegst, solltest du eine weitere Variante in der gewählten Sprache übersetzen.

5. Info-Box

In der Info-Box kannst du eine Zusammenfassung für deine Personenmarke formulieren. Wofür stehst du? Was sind deine Botschaften? Was ist deine Personal Brand? Du hast hier über 2.000 Zeichen zur Verfügung. Dabei ist es dir überlassen, ob du sehr umfangreiche Informationen angibst oder deinen Text lieber kürzer fasst. Bedenke, dass viele User*innen LinkedIn über die App ihrer Smartphones nutzen – auf kleinen Bildschirmen hat niemand große Lust, lange Texte zu lesen.
Bitte teile den Text in sinnvolle Absätze ein und nutze nach Möglichkeit Sonderzeichen. Auch hier solltest du die Mehrsprachigkeit beachten und gegebenenfalls zwei Versionen anlegen.

6. Erfahrungen

Deine Berufserfahrung darf in deinem Profil natürlich nicht fehlen. Liste deine Berufsstationen auf und achte darauf, ob deine (ehemaligen) Arbeitgeber*innen ein Unternehmensprofil auf LinkedIn angelegt haben. Dann kannst du dieses direkt verknüpfen und hast das Firmen-Logo mitintegriert. TÜV Rheinland verfügt über verschiedene Unternehmensprofile in den Regionen. Das Hauptprofil bei LinkedIn ist „TÜV Rheinland Group“, welches viele unserer Mitarbeitenden nutzen. Zusätzlich kannst du deine Karrierestationen mit passenden Dokumenten wie Case Studies, Projekten, Zertifikaten, Artikeln und Fachbeiträgen ergänzen.

7. Kenntnisse und Empfehlungen

Linkedin Kenntnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Bereich „Kenntnisse und Fähigkeiten“ kannst du deine Disziplinen und Expertisen aufzeigen. LinkedIn schlägt dir mögliche Kenntnisse vor oder du recherchierst selbst im Suchfeld. Wenn Kontakte dein Profil besuchen, können sie deine Top-Kenntnisse bestätigen und auch angeben in welchem Verhältnis sie diese bewerten. Kleiner Tipp: Frag doch deine Arbeitskolleg*innen, ob sie dir ein paar Kenntnisse bestätigen können. Es wirkt sich positiv auf deine Sichtbarkeit bei LinkedIn aus. Eine andere Möglichkeit des „Social Proofs“ ist das Einstellen von Empfehlungen. Im unteren Bereich deines Profils kannst du dir Empfehlungen geben lassen. Klicke in deinem Profilbereich einfach auf „Um eine Empfehlung“ bitten und wähle eine*n Vorgesetzte*n, Kolleg*in oder Geschäftspartner*in aus. Er oder sie bekommt dann die Aufforderung über LinkedIn geschickt. Drei bis fünf Empfehlungen sind hier ausreichend.

8. Featured Box

Hast du bereits einige Beiträge oder Artikel in LinkedIn veröffentlicht, kannst du diese im Bereich „Im Fokus“ anzeigen lassen – die sogenannte „Featured Box“. Sie ist wie ein Schaukasten, in dem du deine wichtigsten Aktivitäten vorstellen kannst. Auch externe Links (z. B. Youtube), Artikel (Veröffentlichungen oder Blogartikel) oder Mediendateien (Videos) sind hier einsetzbar.

Linedin Featured Box

9. URL

Jede*r, die*der ein Profil bei LinkedIn anlegt, bekommt eine eigene URL. Diese besteht aus der Linkedin.com-Adresse mit dem Vor- und Nachnamen und einem mehrstelligen Nummerncode: https://www.linkedin.com/in/vorname-nachname-12345678. Individualisiere deine URL in den Einstellungen. Du kannst beispielsweise deinen Titel oder auch dein Unternehmen angeben. Oder du hinterlegst Keywords, die deine Profession beschreiben und unter denen du bei möglichen Suchen gefunden werden möchtest.

10. SSI – Social Selling Index

Kennst du deinen LinkedIn – SSI? Der SSI ist eine Kennzahl, die zeigt, wie gut du dich als Person „verkaufst“. Sie zeigt, wie gut es dir durch deine Aktivitäten und deinen Beziehungsaufbau gelingt, deine Marke zu etablieren. Du kannst deinen SSI unter www.linkedin.com/sales/ssi einsehen. Der Score ist nur für dich sichtbar.

Ein professionelles Profil ist bei LinkedIn eine gute Voraussetzung, um sichtbar zu sein. Viel wichtiger ist allerdings, auch aktiv zu werden: Netzwerke, beteilige dich an Diskussionen, teile auch eigene Beiträge oder veröffentliche Artikel. Du wirst merken, wie dein Netzwerk wächst und du die Chance bekommst, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.

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Quelle: https://www.futurebiz.de/artikel/linkedin-statistiken/

Autor des Beitrags

Inès Culmey

Inès Culmey

SOCIAL MEDIA MANAGERIN

Auf der Arbeit analysiert sie alles, was TÜV Rheinland im WWW und Social Net von sich preisgibt. Zuhause behält sie bei ihren Kindern den Durchblick. Denn ihr Sohn und ihre Tochter stehen immer an erster Stelle. Wenn sie mal Zeit für sich hat, genießt sie französische Filme oder trifft sich mit Freundinnen.

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