Feine Hühnerfüße! Lebensmittelchemikerin in China

Feine Hühnerfüße! Lebensmittelchemikerin in China

Ich arbeite als so genannter „Senior Regulatory & Product Compliance Consultant“ für TÜV Rheinland in den USA. Was das bedeutet, erzähle ich euch gleich. Aber erstmal der Reihe nach. Aufgewachsen bin ich in einem sehr kleinen Dorf in Sachsen, wo das Leben eher gemächlich vorangeht.

Den Duft der weiten Welt habe ich erstmals 2006 geschnuppert. Denn ich verbrachte während meines Studiums der Lebensmittelchemie an der TU Dresden ein Auslandssemester in den Niederlanden. Die internationale Studentengemeinschaft dort zog mich so sehr in ihren Bann, dass ich mehr davon wollte.

Zuhause in der Fremde – aller Anfang ist schwer

Mein großes Abenteuer begann in China: Anfang 2009 fand ich mich in einem Chinesisch-Sprachsemester in Shanghai wieder. Ursprünglich hatte ich gar nicht geplant, meinen Aufenthalt über das eine Semester hinaus zu erweitern. Aber dann entdeckte ich ein Angebot des LGA – ein Prüf- und Zertifizierungsunternehmen, das heute zu TÜV Rheinland gehört. Dort wurde ein Lebensmittelchemiker für die Niederlassung in Shanghai gesucht. Ich bewarb mich, und was soll ich sagen: Nach einer Trainingsphase in Deutschland folgte ein fünfeinhalbjähriger Aufenthalt in einer der aufregendsten Städte der Welt.

Der Anfang war allerdings hart. Da war dieses Gefühl, fremd und nicht zugehörig zu sein. Auch bei der Arbeit musste ich erst meinen Platz finden. Zum Glück hielt das Gefühl nicht allzu lange an.

Flache Hierarchien und viel Verantwortung

Schnell wurden mir die positiven Aspekte der Arbeit in China bewusst. Die Arbeitsumgebung war so viel freier, die Hierarchien weniger streng, und mir wurden Aufgaben anvertraut, die in Deutschland vermutlich eine jahrzehntelange Berufserfahrung voraussetzen würden.

So wurde ich schon nach einem halben Jahr mit der Aufgabe betraut, ein Team zu führen, das für die Prüfung von Lebensmittelbedarfsgegenständen verantwortlich ist. Durch diese Aufgabe habe ich sehr viel gelernt und bin daran gewachsen.

Köstlichkeiten zu allen Tageszeiten

Natürlich ist China neben der Arbeit auch ein Erlebnis für alle Sinne: die morgendliche Fahrradfahrt zwischen Obsthändlern und kleinen Frühstücksständen, das Eintauchen in die chinesische Sprache und die Vielfalt der Kultur und seiner Landschaften.

Und das Wichtigste: das Essen, das in China zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit zelebriert wird. Ich fand das alles großartig. Selbst wenn viele mich auch heute noch ungläubig anschauen: eine Deutsche, die sich an Hühnerfüßen erfreut, wo gibt’s denn so was?! ☺

Die Lust auf Veränderung: Neuland USA

Doch jede noch so tolle Zeit hat einmal ihr Ende. Und so juckte mich nach etwa fünf Jahren die Lust auf Veränderung. Ich wollte wieder zurück in die „westliche Welt“, aber wenn möglich nicht nach Deutschland. Als sich dann die Möglichkeit ergab, für ein neu entstehendes Team des TÜV Rheinland in den USA zu arbeiten, nahm ich die Chance begeistert an.

Und so fand ich mich Mitte 2015 im Süden der USA wieder, genauer gesagt in Atlanta, Georgia. Da wir hier mit einem noch recht kleinen Team daran arbeiten, den Markt zu erschließen, ist mein Aufgabenbereich als chemische Sachverständige derzeit viel breiter angelegt: Er beinhaltet viel Kundenkontakt und auch viele Reisen (Yeah!). Somit konnte ich durch die Arbeit schon die tollsten Städte in den USA besuchen.

Deutsche Werte in die Welt tragen

Für mich ist TÜV Rheinland ein Unternehmen, das die typisch deutschen Werte wie Nachhaltigkeit, Genauigkeit und ein großes Verantwortungsbewusstsein lebt und in die Welt hinausträgt. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten und vielfältigen Erlebnisse, die mein Arbeitgeber mir ermöglicht hat. Für mich gehört es zu den tollsten Erfahrungen, verschiedene Lebensweisen in verschiedenen Teilen der Welt kennenzulernen – und für mich das Beste aus jeder Welt herauszupicken.

1 Kommentar

  1. Haha, ja die meisten Deutschen lassen sich von Hühnerfüßen abschrecken.

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