Etwas Glück gehört dazu: Dresden City Triathlon

Etwas Glück gehört dazu: Dresden City Triathlon

Der Dresden City Triathlon am 26. Juni 2016 sollte mein dritter Wettkampf in diesem Triathlon-Sommer werden. Nach zwei Siegen in den vorangegangen Wettkämpfen hatte ich schon hohe Erwartungen. Der besondere Reiz für mich lag einerseits im Starterfeld: Als Amateur-Athletin habe ich mich unters Profifeld gemischt. Außerdem findet das Schwimmen in der Elbe statt, einem Fließgewässer mit ordentlicher Strömung. Geschwommen wird zum Glück stromabwärts. Damit ist man entsprechend schnell.

Heimatstadt mal anders

Los ging’s im Herzen der Elbmetropole. Wie immer war die Reihenfolge Schwimmen, Radeln, Laufen. Dabei entsprechen die 3,5 Kilometer in der Elbe stromabwärts ca. 2 Kilometern ohne Strömung. 40 Kilometer Radeln findet auf einer schnellen Wendepunktstrecke in 6 Runden statt, 10 Kilometer Laufen auf dem Elberadweg über 3 Runden bis zum historischen Stadtkern und zurück. Meine Heimatstadt mal aus dieser Perspektive kennenzulernen war für mich ein zusätzlicher Anreiz.

Dresden Triathlon

Schwimmen in der Elbe: Wunderschön!

Das Schwimmen in der Elbe war für mich ein Wagnis, mit dem ich aber erstaunlich gut zurechtkam. Es ging ungewohnt schnell vorbei an den Elbschlössern – einfach nur wunderschön! Den Wasserausstieg hätte ich allerdings aufgrund der starken Strömung beinahe verpasst – und wenn man einmal vorbeigeschwimmt, gibt es nur schwer ein Zurück. Trotzdem fing das Rennen mal gut an. Nach 28 Minuten kam ich gemeinsam mit der dritten Frau auf Platz 4 aus dem Wasser.

Harte U-Turns per Drahtesel

Das Radfahren als Wendepunktstrecke ist für mich als bekannte „Kurvenspezialistin“ auch oft eine Zitterpartie. Hier hieß es an jeder Wende mit schneller Geschwindigkeit heranfahren, stark abbremsen, um die viel zu engen Kurven herum und dann wieder mit voller Wucht antreten. Das Ganze 12-mal durchzuziehen kostet entsprechend Kraft. Hier konnte ich auf Platz 3 vorfahren und auch schon den Abstand auf Platz 2 verkürzen.

Die Zielgerade: immer für eine Überraschung gut

Nach dem Wechsel zum Lauf und dem normalen „Eiertanz“ auf den ersten Laufkilometern mit schmerzenden Beinen, hatte ich kurzzeitig auch Platz 2 auf der Laufstrecke inne. Am Ende ging mir hier etwas die Luft aus, sodass mich eine andere Athletin überholte. Auf der Zielgerade lag ich also auf Platz 3. Dann kam die große Überraschung: Die Athletin vor mir bog unerwartet in eine zusätzliche Laufrunde ab! Also überquerte ich – etwas ungläubig – als 2. Frau die Ziellinie.

Nunja, was soll ich sagen: Was des einen Freud, ist des anderen Leid. An diesem Tag war das Glück auf meiner Seite! So konnte ich bei der Siegerehrung zwischen 2 Profifrauen jubeln.

Dresden Triathlon

Anything is possible

Manuela Süß

 

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