Erste-Hilfe-Training – eine Frage der Sicherheit - TÜV Rheinland

Erste-Hilfe-Training – eine Frage der Sicherheit

Erste-Hilfe-Training – eine Frage der Sicherheit

Was passieren kann, wenn man Menschen in Not ignoriert, hat uns gerade der dramatische Vorfall in einer Bankfiliale vor Augen geführt – mehrere Passanten hatten einen hilflosen Mann ignoriert, der auf dem Boden lag und später starb. Dabei ist doch in einem Notfall jeder verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten oder zumindest Hilfe zu holen. Und jeder steht in der Verantwortung, sich das nötige Wissen selbst anzueignen. Mit diesen wichtigen Erkenntnissen startete neulich mein Arbeitstag. Der Anlass war zum Glück kein Unfall, sondern „nur“ ein Erste-Hilfe-Kurs.

 

TÜV Rheinland schult seine Mitarbeiter

Nein, ich mache keine Umschulung zum Rettungssanitäter. Wie jeder Arbeitgeber ist auch TÜV Rheinland verpflichtet, ausreichend Mitarbeiter im Bereich Erste Hilfe zu schulen. Als das Seminar-Angebot aufkam, meldete ich mich zusammen mit meiner Kollegin Anna ohne zu zögern an.

Praktischerweise hat unsere TÜV Rheinland Akademie die nötigen Kurse gleich selbst im Seminarprogramm. So fand ich mich nun mit etwa 20 weiteren Kollegen/innen in unserem Seminarzentrum in Köln wieder. Wir alle hatten in etwa den gleichen Wissenstand. Schließlich muss jeder, der einen Führerschein besitzt, auch an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen.

 

Alles klar … oder doch nicht?

Ich war sogar schon in meiner Schulzeit als Schulsanitäterin tätig. Also sollte das Seminar weder ein Problem darstellen noch viel Neues bieten. Doch dann kam die Überraschung: Wie bringt man einen Menschen nochmal in die stabile Seitenlage? Wann ist eine Herz-Lungen-Wiederbelebung nötig? Was genau sage ich im Notfall der Rettungsleitstelle? Wie geht ein Druckverband genau? Und was passiert eigentlich im Körper bei einer Bewusstlosigkeit? Oh je. Ich muss ehrlich sagen, ich konnte diese Fragen nicht auf Anhieb beantworten.

Glücklicherweise war ich nicht die einzige in der Gruppe, der es so erging. Und glücklicherweise nimmt TÜV Rheinland seine Aufgabe ernst, uns für den Notfall zu schulen.

So saßen und „büffelten“ wir, um die wichtigen Fragen des Überlebens zu beantworten.

Erste-Hilfe

 

 Stabile Seitenlage: Schwangere immer auf Links legen

Nur um sicher zu gehen: Also, wenn ein Mensch bewusstlos ist, aber noch selbstständig atmet, bringt man ihn in die stabile Seitenlage. Warum? Die stabile Seitenlage hält die Atemwege offen und verhindert vor allem, dass der Mageninhalt in die Luftröhre gelangt. Alle Flüssigkeiten können gut abfließen, da der Mund zum Boden geneigt ist.

Übrigens, auch das war mir neu: Schwangere sollte man immer auf die linke Seite legen, weil das Baby auf dieser Seite liegend den Blutkreislauf der Mutter weniger behindert. Wer am Brustkorb oder an der Lunge verletzt ist, sollte zudem auf die verletzte Seite gedreht werden. Dann kann die oben liegende, gesunde Lungenhälfte freier atmen und eventuelle Blutungen werden abgedrückt.

Wie geht die stabile Seitenlage nochmal? In diesem Video des Deutschen Roten Kreuzes könnt ihr nachschauen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=pf_a2tUy-y4

 

Herz-Lungen-Wiederbelebung: 30 – 2 – 30 – 2

Wenn die hilflose Person nicht mehr atmet oder nicht stabil atmet, dann besteht die höchste Alarmstufe. Jetzt heißt es: Sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung starten! Sollte kein so genanntes AED-Gerät (ein automatischer Defibrillator, der z.B. in Bankfilialen oder Bahnhaltestellen an der Wand hängt) greifbar sein, nimmt man die Wiederbelebung in folgendem Rhythmus vor: 30-mal Herzdruckmassage, 2-mal Atemspende (und zwar so, dass sich der Brustkorb deutlich anhebt). Und wieder von vorn. Nur Mut.

Auch die Herz-Lungen-Reanimation hat das Deutsche Rote Kreuz in einem Video zusammengefasst.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=QAEUni6xDRw

 

Die Reihenfolge zählt: Ersthilfe in 4 Schritten

Aufregung ist bei einem Unfall normal. Doch gerade deshalb muss man genau wissen, was wann zu tun ist. Hier die wichtigsten Schritte für Ersthelfer:

  1. Die Unfallstelle absichern – auch um sich selbst nicht zu gefährden!
  2. Möglichst ruhig bleiben und konzentriert die Situation einschätzen.
  3. Notruf (112) rufen. Die Antworten auf folgende Fragen sind für die Rettungsleitstelle wichtig: Wo ist Was passiert? Wie viele Verletzte? Welche Verletzungen? Und, auch ganz wichtig: Vielleicht gibt es Rückfragen. Also bitte nicht auflegen, sondern kurz warten.
  4. Erste Hilfe leisten.

 

Mein Fazit: aufregend, hilfreich und wichtig

Am Ende des Seminars war ich – ebenso wie meine MitstreiterInnen – ganz schön aufgewühlt. Nicht zuletzt, weil unser Dozent sehr anschaulich von seinen Erlebnissen als Sanitäter erzählte, die für ihn das Thema Erste Hilfe so wichtig machen. Und: Ich fühle mich motiviert und gut darauf vorbereitet, im Notfall richtig helfen zu können.

Doch am besten ist es natürlich, wenn dieser Notfall nie eintritt.

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