Dopingkontrolle gehört dazu

Dopingkontrolle gehört dazu

Ob ich ins Restaurant gehe, Freunde besuche oder in den Urlaub fahre – meinen Aufenthaltsort muss ich in jedem Fall den Antidoping-Kontrolleuren melden. Denn es kann immer sein, dass sie mich irgendwann zwischen 6 und 23 Uhr kontrollieren wollen. Deshalb muss ich jederzeit persönlich erreichbar sein, im Notfall eben auch über Handy. In der Regel muss ich dann eine Urinprobe abgeben, manchmal auch eine Blutprobe. Wird der Test verpasst, nennt man das einen Missed Test, und der wird bestraft.

Fairness für alle, bitte

Solche Kontrollen können schon nerven. Wenn ich Glück habe, dann werde ich nur viermal im Jahr kontrolliert. Es kann sich allerdings auch zuspitzen auf drei Kontrollen innerhalb von vier Tagen. Trotzdem bin ich froh, dass wir ein gutes Antidopingsystem haben, schließlich geht es um die Gesundheit der Sportler und um Fairness.

Aber ganz ehrlich: Etwas absurd ist es schon, dass wir im deutschen Sport so strenge Standards für Dopingkontrollen haben, die aber im Großteil der Welt nicht angewendet werden. Ich wurde im Ausland tatsächlich schon ausgelacht, weil wir ständig verfügbar sein müssen und die Missed Test-Regel ernst nehmen. Bei solch unterschiedlichen Voraussetzungen sind natürlich die Bedingungen, unter denen Sportler international arbeiten, nicht gleichwertig. Da müsste man sagen: entweder alle oder gar keiner.

Technik über Kraft

Wenn, wie ja im Moment ständig, über Doping in der Leichtathletik geredet wird, kann ich nur sagen: Beim Weitsprung entscheidet vor allem die Technik, nicht so sehr die physische Stärke. Wenn also jemand körperlich überlegen ist, kann man das mit perfekter Technik weitgehend ausgleichen.

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