Hallo liebe Leserinnen und Leser. Ich bin Nataly Theile und mache bei TÜV Rheinland eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Im August bin ich ins zweite Lehrjahr gekommen. Kurz vor meinem Abteilungswechsel kam die Corona-Krise – und alles war anders.

Schichtarbeit und Homeoffice ist angesagt

Das Corona-Virus zwang alle Unternehmen zu handeln. Auch TÜV Rheinland musste Maßnahmen treffen, um die Mitarbeitenden so gut wie möglich zu schützen. Kurzarbeit und Homeoffice waren in vielen Abteilungen die Lösung. Ich als Azubine bin ausgeschlossen von Kurzarbeit und habe somit weiterhin das volle Gehalt bekommen. In meiner Abteilung bei der TÜV Rheinland Schaden- und Wertgutachten GmbH (TSW) hat sich jedoch einiges verändert.

Ich sitze eigentlich gemeinsam in einem Büro mit fünf Kolleg*innen. Doch nun durften sich dort nicht mehr als drei Leute aufhalten. Mindestens eine Person musste vor Ort sein. So konnte die Arbeit, die im Büro anfällt, an die Teammitglieder zu Hause weitergeleitet werden. Also erstellten wir einen Plan, sodass jede*r mindestens einmal in der Woche im Büro saß und nicht zu viele Leute gleichzeitig dort waren. So mussten wir am Arbeitsplatz auch keine Maske tragen. Auch ich als Azubine durfte Homeoffice machen – zwei Tage die Woche arbeitete ich von zu Hause aus und drei Tage war ich im Unternehmen. Es wurde darauf geachtet, dass ich nie komplett alleine im Büro war und immer einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin hatte. War ich zu Hause und hatte eine Frage, konnte ich die Kolleg*innen immer über Telefon erreichen.

Per Video-Chat in Kontakt bleiben

Um uns auszutauschen und auf den neusten Stand zu bringen, haben wir einmal pro Woche über Skype eine Besprechung mit allen aus der Abteilung einberufen. Hatte jemand Probleme oder neue Ideen, wurden sie dort besprochen. Gab es Dinge, die sehr viele Mitarbeitende betraf, wurde meistens ein Livestream gestartet, bei dem Fragen im Chat geklärt werden konnten. Wir hatten auch Zugang zu Online-Schulungen und die Möglichkeit, den eigenen Bildschirm mit den Leuten in einer Skype-Besprechung zu teilen.

Auch wir als Azubis haben Skype-Meetings eingeführt, um dort untereinander über unsere Schulaufgaben zu reden und einfach in Kontakt zu bleiben. Unsere Ausbildungsleiterin war oft zugeschaltet, um zu schauen, wie es uns geht und ob wir in der Ausbildung zurechtkommen. Für gewöhnlich besuchen wir zwei Tage in der Woche die Berufsschule. Da sie, wie alle anderen Schulen auch, für eine Weile schließen musste, bekamen wir die Aufgaben per Mail von den Lehrenden zugeschickt.

Arbeiten am Standort unter Corona-Bedingungen

Die Arbeit von zu Hause war wirklich entspannt. Ich war in meinem gewohnten Umfeld und konnte mir die Zeit sparen, die ich sonst für den Weg zur Arbeit brauche. Mit dem Auto sind das gute 30 Minuten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sogar fast eine Stunde. Daheim konnte ich mich viel besser konzentrieren, da ich nicht ständig von Kleinigkeiten, die nebenbei noch eben erledigt werden müssen, abgelenkt wurde. Der Tag verlief einfach viel stressfreier. Es war auch schön, mal ein bisschen Abwechslung zu haben.

Trotzdem war es ein super komisches Gefühl, diesen riesen Campus am Standort in Köln so leer zu sehen und vor allem die Abteilung so ruhig zu erleben. Ich habe mich manchmal schon etwas einsam gefühlt, aber dadurch war die Konzentration auch etwas besser als gewöhnlich. Es wurden überall reichlich Desinfektionsspender aufgestellt – am Eingang jedes Gebäudes, vor jedem Fahrstuhl und an jedem Treppenhaus. Überall waren auf Plakaten die Corona-Regel zu sehen: genug Abstand halten und niemandem die Hand schütteln.

Auch die Mittagspause hatte sich ziemlich verändert. Normalerweise verbringe ich diese in der Kantine, um Mittag zu essen. Doch diese war leider eine Weile lang geschlossen. Nachdem dann doch wieder ein paar mehr Beschäftigte am Standort waren, wurde eine der beiden Kantinen auch wieder geöffnet. Natürlich den Corona-Regeln entsprechend. Bis man auf seinem Platz saß, musste eine Maske getragen werden. Jedes Gebäude bekam eine eigene Essenszeit vorgeschrieben, damit nie zu viele Menschen gleichzeitig dort waren. Besteck wurde nun von den Kantinen-Mitarbeitenden ausgehändigt und die Büfett-Bereiche geschlossen. Auch Getränke gab es nur in abgepackten Flaschen zu kaufen. Die Wege wurden vorgeschrieben, damit man sich auch ja nicht über den Weg läuft. Doch an diese Maßnahmen haben sich alle schnell gewöhnt, da es im Supermarkt, Restaurant oder an anderen Orten auch nicht anders läuft.

Virtual Hugs vom Team

Durch die Kurzarbeit hatte ich sogar mehr zu tun als gewöhnlich. Meine Aufgabe war die Zeiterfassung unserer Mitarbeiter*innen. Aufgrund der Kurzarbeit musste ein neues Zeiterfassungssystem her. Ich half dabei, dieses zu erstellen und das System unseren Mitarbeitenden zu erklären. Auch ihre Arbeitszeit zu erfassen und zu korrigieren gehörte dazu. Mein meist genutztes Kommunikationsmittel war hier definitiv das Telefon. Es war schön zu wissen, dass meine Hilfe benötigt wurde und ich so mein Team unterstützen konnte.

Da mein Abteilungswechsel zur TÜV Rheinland Inter Traffic GmbH (TRIT) kurz bevorstand, wählte ich bewusst einen Tag, wo die meisten Leute in der Abteilung waren, um mich trotz allem mit Kuchen verabschieden zu können. Es war natürlich sehr schade, dass ich mich nicht bei allen richtig verabschieden konnte, doch man muss das Beste draus machen. In einer E-Mail habe ich allen für die gute Zeit gedankt und meinen Teamkolleg*innen das Beste gewünscht, und es kamen sehr viele liebe Mails zurück. Das ist nun mal momentan die Art zu kommunizieren, zumindest bis das Risiko einer Infektion nicht mehr so hoch ist. In der neuen Abteilung lerne ich jeden Tag neue Gesichter kennen, da auch hier noch zum Teil Homeoffice angesagt ist und die Büros noch nicht voll besetzt sein dürfen.

Gemeinsam gestärkt aus der Krise kommen

Ich denke, die Corona-Krise haben wir bisher sehr gut gemeistert und konnten einiges daraus lernen. Dank Internet war es nicht schwer, mit den Kolleg*innen oder den anderen Azubis in Kontakt zu bleiben und auch die Arbeit von zu Hause aus weiter zu machen. Im Gegenteil – ich konnte dadurch Zeit sparen und konzentrierter an die Dinge rangehen. Das zeigt einfach, wie wichtig Zusammenarbeit gerade in so einer besonderen Zeit ist und wie gut diese funktioniert, auch wenn nicht alle vor Ort sind. Das Unternehmen wie auch die Mitarbeitenden haben bewiesen, dass wir zu einer schnellen und auch guten Umstrukturierung fähig sind.

Autor des Beitrags

Nataly Theile

Nataly Theile

AUSZUBILDENDE

Nataly Theiles Job ist es, eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement abzuschließen und so viel Wissen wie möglich in den verschiedenen Abteilungen mitzunehmen. Ihr Karriere-Tipp für euch lautet: „Für Neues offen sein und sich auch mal Herausforderungen zu stellen.“

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