BWL im Fernstudium – wer macht denn so was?

BWL im Fernstudium – wer macht denn so was?

12. Februar 2016: geschafft! Über drei Jahre hinweg bin ich in das Fernstudium der Betriebswirtschaft eingetaucht. Endlich war es soweit, ich hatte den alles entscheidenden Brief mit meiner Prüfungsarbeit bei der Post abgegeben. Jetzt hieß es warten auf das Ergebnis.

Aber wie geht es nun weiter? In den letzten drei Jahren habe ich mich normalerweise nach Versendung einer Einsendearbeit direkt an die nächste begeben. Aber da war nun keine mehr. Meine ganze schöne Routine kam durcheinander.

Alles läuft nach Plan

36 Monate lang hatte ich meinen Tagesablauf – und natürlich auch den meiner Familie – komplett durchgetaktet. Vom morgendlichen Aufstehen bis hin zum ins Bett gehen war alles genau geplant:

  • Um 06:00 Uhr aufstehen, Kinder wecken, zur Schule bringen und anschließend zur Arbeit fahren.
  • Nach der Arbeit schnell nach Hause fahren, um mit den Kindern Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Danach Hausarbeit und Abendessen vorbereiten.
  • 19:30 Uhr begann dann meine Zeit. In der Regel lernte ich ca. 2 Stunden täglich. Natürlich gab es auch Tage, an denen ich schon nach 10 Minuten merkte, da bleibt heute nichts hängen. Dann ging es halt am nächsten Tag an dieser Stelle weiter.

Manchmal fragte ich mich natürlich auch: „Warum hast du dir das angetan?“ Meine Selbstdisziplin wurde auf eine harte Probe gestellt. Aber es hat sich letztendlich gelohnt. Ich habe meinen Abschluss in der Tasche.

Freizeit? Schon mal gehört …

Aber jetzt: 19:30 Uhr, Freizeit. Was ist das? Was mache ich mit dieser übrig gebliebenen Zeit?

Eigentlich war diese Frage überflüssig. Ich hatte so viele Dinge im Haushalt und im Garten in den letzten Jahren nicht machen können, dass es mir an Arbeit nicht fehlte. Zudem wurde es auch wieder Zeit für Hobbies und Sport.

Außerdem hatten meine Kinder inzwischen (berechtigterweise) viele Wünsche, die ich ihnen – nicht zuletzt aufgrund meines schlechten Gewissens – auch gern erfüllte. Wir hatten wirklich wenig gemeinsame Zeit. Im Nachhinein kann ich mich nur bei meiner Familie für ihr Verständnis und ihre Geduld bedanken.

Am Ende machte alles Sinn

Wer über ein Fernstudium nachdenkt, muss sich klar machen: Eine gute Vorbereitung ist alles. Damit ist auch eine gute Abstimmung innerhalb der Familie erforderlich – eigentlich zwingend. Denn die Familie gibt einem Auftrieb, wenn es mal nicht so gut läuft.

Alles in allem war es für mich eine sehr intensive Zeit. Ich habe viel über mich selbst gelernt, aber auch über meine Anforderungen und Wünsche an mein berufliches und privates Umfeld. Priorisieren fiel mir am Anfang sehr schwer, aber nach und nach machte alles erst einen Sinn und dann Spaß.

2 Kommentare

  1. Liebe Iris, Sie haben schon viel geschafft – Beruf, Kinder, Weiterbildung. Wenn dann erst die Enkelkinder da sind, geht’s hurtig weiter mit dem Schaffen. Nur kein Stillstand, denn dann kann das Alter nervig werden, aber bis dahin alles Gute, und weiterhin Schaffen, Schaffen nochmals Schaffen

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  2. Vielen Dank für die lieben Worte, ich hoffe aber die sache mit den Enkelkindern hat noch etwas Zeit.

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