Ausbildung zur Chemielaborantin – wie läuft das eigentlich?

Ausbildung zur Chemielaborantin – wie läuft das eigentlich?

An unserem ersten Tag als Azubis zur Chemielaborantin bei TÜV Rheinland in Nürnberg waren wir beide sehr aufgeregt: neue Leute, eine neue Tätigkeit … und hier sollten wir unsere nächsten drei Jahre verbringen!

Inzwischen sind wir schon im dritten Lehrjahr – und überrascht, wie schnell die Zeit vorbeigeht. Nach vielen Abteilungen, in denen wir immer etwas Neues gelernt, neue Dinge gesehen und überall nette Kollegen getroffen haben, können wir sagen: Es war die richtige Entscheidung. Sowohl für unseren Beruf als auch für das Unternehmen.

Ein kleiner Einblick in unseren Azubialltag

Bei den Chemielaboranten sind übrigens fast alle Frühaufsteher. Das war zu Beginn etwas ungewohnt für uns, doch jetzt sind wir beide auch um spätestens halb sieben morgens in der Firma. Angesichts des freien Nachmittags – meistens ab 15 Uhr – ist das (vor allem im Sommer) durchaus vorteilhaft.

In jeder Abteilung fallen andere Arbeiten an. In der einen werden beispielsweise die Proben sortiert, mit Lösemittel versetzt und extrahiert. In der anderen werden die Proben dann wiederum durch Druck und Temperatur von einer Säure komplett aufgelöst. Dann gibt es natürlich auch noch die Abteilung, in der die Mitarbeiter diese Flüssigkeiten dann analysieren und auf schädliche Substanzen untersuchen.

Unsere Berufsschule

Die Berufsschule befindet sich mitten in Nürnberg und ist damit gut erreichbar. In den ersten zwei Lehrjahren hatten wir alle zwei Wochen Montag bis Mittwoch Unterricht. Jetzt – im dritten Lehrjahr – jeden Donnerstag. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Sozialkunde und Englisch haben wir viele fachspezifische, angefangen von chemischen Grundlagen bis hin zur instrumentellen Analytik. Abwechslung bringen die Versuche im Labor.

Die Prüfung

Neben den ganz normalen Schulaufgaben und Kurzarbeiten hat man dann auch noch die Abschlussprüfung, die bei uns in zwei Teile aufgeteilt ist. Am Ende des zweiten Lehrjahres absolviert man Teil eins, der einen schriftlichen und zwei praktische Teile beinhaltet.

Mit Bestehen von Teil zwei wird die Ausbildung (meistens nach drei Jahren) schließlich abgeschlossen. Dieser Teil besteht aus einer schriftlichen Prüfung in Chemie und Sozialkunde sowie aus drei praktischen Prüfungen. Bald sind auch wir an der Reihe. Drückt uns die Daumen!

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